Reisevertrieb.Digital.Kompakt - Ausgabe August 26
Shownotes
Relevanz schlägt Rabatt. Und Empathie schlägt Algorithmus.
Willkommen zur August-Ausgabe von Reisevertrieb.Digital.Kompakt.
Tom und Peggy sind wieder am Mikrofon. Also zumindest so sehr, wie zwei KI-Hosts an einem Mikrofon sein können. Sie brauchen weiterhin keinen Urlaub, keinen Kaffee und keinen Schattenplatz am Pool. Echten Sand zwischen den Zehen werden sie vermutlich auch nie spüren. Dafür können sie ziemlich schnell Daten sortieren. Und genau das tun sie in dieser Folge mit einem Thema, das für Reisebüros immer wichtiger wird: Hyperpersonalisierung.
Das klingt erst einmal nach Konferenzbühne, Buzzword-Bingo und einem Begriff, den man sehr vorsichtig aussprechen sollte, wenn ein Flipchart in der Nähe steht. Tatsächlich steckt dahinter aber etwas, das Reisebüros seit Jahrzehnten beherrschen: den Kunden wirklich kennen.
Reisebüros wissen, wer beim Umstieg nervös wird. Wer nie wieder ein Zimmer neben dem Aufzug möchte. Wer zwar „günstig“ sagt, aber eigentlich „sorglos“ meint. Wer mit Teenagern reist und deshalb WLAN fast so wichtig findet wie Meerblick. Wer Beratung braucht, aber keine Werbung.
Die Episode stellt deshalb eine einfache, aber strategische Frage: Wie kommt diese Beratungsintelligenz auf das Smartphone des Kunden? Denn genau dort findet heute ein großer Teil des Alltags statt. Kunden erwarten nahtlose digitale Erlebnisse. Sie nutzen Wallets, Apps, Push-Nachrichten, digitale Ausweise, Loyalty-Systeme und personalisierte Angebote längst in anderen Branchen. Die großen Player machen vor, wie mächtig direkte digitale Kundenbeziehungen werden können.
Aber Reisebüros haben etwas, das viele Plattformen nicht haben: Nähe, Vertrauen und echte Kenntnis des Kunden. Der Trick besteht darin, diese Stärke nicht analog zu verstecken, sondern digital sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt der Folge stehen deshalb digitale Kundenkarten und Wallet-Pässe. Sie können zur kleinen, aber dauerhaften Servicefläche auf dem Smartphone werden. Nicht als Werbeschleuder. Nicht als „Hier ist schon wieder ein Angebot“-Maschine. Sondern als persönlicher Kanal für relevante Informationen.
Die Folge bringt es auf den Punkt: Service statt Werbung. Wenn ein Kunde eine Flugstörung hat und das Reisebüro proaktiv hilft, ist das wertvoll. Wenn kurz vor Abreise eine Erinnerung an den Reisepass kommt, ist das Service. Wenn vor Ort ein relevanter Hinweis erscheint, fühlt sich das nützlich an. Wenn jeden Dienstag ein beliebiges Angebot geschickt wird, ist es Spam mit Palmenhintergrund. Genau hier wird Hyperpersonalisierung interessant. Sie bedeutet nicht, Kunden digital zu verfolgen. Sie bedeutet, Informationen so einzusetzen, dass sie im richtigen Moment hilfreich sind.
Und wer mehr über eLoyalty und myTravelCard wissen will, wird hier fündig.
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