Reisevertrieb.Digital.Kompakt - Ausgabe September 26

Shownotes

Butter zum Brot?

Oder: Warum Reisen anders verkauft werden müssen

Willkommen zur September-Ausgabe von Reisevertrieb.Digital.Kompakt. Tom und Peggy sind wieder am Mikrofon, also das KI-Duo, das zwar Millionen Datenpunkte verarbeitet, aber noch nie an einem Freitag um 17:48 Uhr im Reisebüro stand, wenn jemand mit dem legendären Satz hereinkommt: „Ich habe da nur mal eine ganz kurze Frage.“

Tom und Peggy stellen am Anfang der Folge klar: Der menschliche Faktor im Reisevertrieb ist durch keine KI der Welt zu ersetzen. Empathie, Erfahrung und das Navigieren solcher Widersprüche bleiben eine echte Superkraft am Counter. Aber das Geschäftsmodell rund um diese Superkraft steht unter Druck.

Genau hier setzt das Thema der September-Ausgabe an: Zusatzverkäufe. Aber nicht als hektisches „Darf es noch eine Versicherung sein?“. Nicht als Cross-Selling mit Verkaufsdruck. Nicht als letzter Versuch, eine ohnehin knappe Marge mit Bauchladen-Logik zu retten. Sondern als strategische Frage: Welche Zusatzleistung löst im richtigen Moment ein echtes Problem?

Die Folge macht deutlich, dass die großen Plattformen längst in dieser Logik denken. Booking, Expedia und andere sprechen vom Connected Trip. Sie verknüpfen Flüge, Aufenthalte, Aktivitäten, Transfers, Restaurants und Erlebnisse zu einer größeren Reisebeziehung. Wer nachmittags in Rom landet, braucht vielleicht abends ein Restaurant. Wer mit Verspätung ankommt, braucht vielleicht einen Transfer. Wer vor Ort Regen erlebt, interessiert sich plötzlich für Indoor-Aktivitäten.

Das Prinzip dahinter lautet: Kontext erzeugt Relevanz. Und genau diese Logik ist auch für Reisebüros hochspannend. Denn Reisebüros besitzen etwas, das Plattformen oft nur simulieren: echtes Wissen über den Menschen hinter der Buchung. Wenn Zusatzverkäufe gelingen sollen, müssen sie entlang der Customer Journey gedacht werden. Nicht zufällig. Nicht aufdringlich. Nicht im Gießkannenprinzip. Die Formel der Folge lautet: Service first, Commerce second.

Bildbeschreibung

Damit solche Angebote nicht nerven, braucht es Timing, Vertrauen und einen guten Kontaktkanal. Genau hier kommen digitale Kundenkarten und Wallet-Pässe ins Spiel. Lösungen wie myTravelCard können helfen, erlaubnisbasierte Kommunikation direkt über Apple Wallet oder Google Wallet auf das Smartphone der Kunden zu bringen.

Der Unterschied ist entscheidend: Wenn der Kunde den Hinweis als Hilfe erlebt, stärkt er die Beziehung. Wenn er ihn als Push-Spam erlebt, beschädigt er Vertrauen.

Und wer mehr über eLoyalty und myTravelCard wissen will, wird hier fündig.

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